Ich habe hier bei meinen Entwürfen, einen Eintrag gefunden, der schon geraume Zeit da rumliegt. Irgendwann begonnen, aber nie zu Ende geschrieben. Und das wird er vermutlich auch nie werden, denn er ist inzwischen alles andere als aktuell.
Jetzt habe ich mich gefragt, warum ich ihn nie beendet habe. War es Schreibfaulheit? Bei der Frequenz in diesem Blog wohl kein so abwegiger Gedanke – aber nein, ich denke das war es ausnahmsweise nicht. War es vielleicht, dass die richtige Inspiration fehlte? Wohl auch nicht, denn dass was da so steht is eigentlich ganz ok.
Ich sags euch. Ich habe mich dafür geschämt. Denn im Grunde finde ich diese Art von Serien ganz schlimm. Es handelt sich nämlich um Army Wifes auf Lifetime.
Eine ganz schrecklich patriotische Serie über das Leben auf einer US-Armee-Basis. Im Mittelpunkt stehen die Partner von Angehörigen der amerikanischen Streitkräfte. Und natürlich geht es darum, wie schwierig es ist ein Leben als Soldaten-Partner (denn es geht nicht nur um Frauen man hat auch noch einen Mann mitspielen lassen) zu führen. Es geht um Unterstützung der Truppen, aber auch um alltägliches Leben und Gefühle.
Trotz der m.E. oft zu einseitigen Sicht auf die Dinge schaue ich mir jede Folge an. Ich weiß jetzt werden einige mich vielleicht auslachen, bemitleiden oder wenigsten mit dem Kopf schütteln. Aber um es mit einem Ausdruck der Asti zu sagen: Ich steh auf Pipi im Auge Alarm. Ich mag Emotionen. Lachen, Weinen finde ich beim Serien- oder Filmsehen viel interessanter als Spannung, Mysterie oder Special Effects.
Und wenn man sich bei den Army Wifes auf eins verlassen kann, dann dass es am Ende jeder Folge so richtig schön traurig wird.
Damit ich aber jetzt nicht der einzige Blödmann bin, der seine geheimen Serientrash hier outet, kommentiert oder trackbacked doch bitte eure Peinlichkeiten. Mögt ihr vielleicht eine bestimmte Soap oder seid Ihr ein Sucker für Baywatch? Schaut ihr immer noch peinliche Kindercartoons? Egal wir wollen es alle wissen! Ich bin mir sicher wir finde alle etwas, was wir normalerweise nicht an die große Glocke hängen würden. Raus damit!
Auch spannend:






Kommentar von Starkiller
1 1. August 2008, 13:12 Uhr |
Hmmm, ich hab “Dragons Den” geguckt, das ist sowas wie DSDS, wenn man die Sänger durch Jungunternehmer ersetzt und die Promis durch Millionäre. ….keine Ahnung ob das zählt.
Kommentar von Prospero
2 1. August 2008, 14:33 Uhr |
Ah, du meinst Guilty-Pleasure-Serien – dafür gibt noch keinen deutschen Ausdruck glaube ich. Da kann ich gleich zwei nennen: “The Bold and the Beautiful” – man ersetze DSDS durch Modeschöpfer. Und dann hätten wir “Blood Ties”, eine Hausfrauen-Vampir-Serie. Die kommt aber aus Kanada, die machen weitaus bessere Serien als man meinen könnte. Aber dafür schäme ich mich doch nicht… (Hey, ich habe für Farscape demonstriert, öffentlich… *g*)
Ad Astra
Kommentar von DasAsti
3 1. August 2008, 15:13 Uhr |
Okay, also ich schaue “Verbotene Liebe.” Und ich versuche das regelmäßig zu schauen.
Früher hab ich mal GZSZ geschaut, und als der Patrick, der Bruder von Jo Gerner gestorben ist, da hab ich geheult.
Vor 6 Jahren hab ich mittags immer die Teletubbies geschaut. Und den “Bär im großen, blauen Haus.”
Geweint hab ich auch bei Lost, aber da darf man das ja!
Kommentar von Ecki
4 1. August 2008, 17:40 Uhr |
@ Starkiller: Ok, ich würde sagen, das zählt. Das ist also sowas ähnliches wie The Apprentice? Das kann als mehr oder minder peinlich gelten. Gut das ist schonmal der Erste, aber ich wette es gibt noch viele weitere Menschen die jede Menge komisches Zeuchs gucken.
@ Prospero: Ich finde man kann ruhig auchmal englische Begriffe nehmen, die sind oft so treffend und das obwohl wir in der deutschen Sprache ja die tolle Möglichkeit der zusammengesetzten Substantive haben für die uns so mancher beneidet.
@Asti Nicht das Weinen ist peinlich. Ich heule ständig beim Fernsehen. Ich meinte schon so die Serie ansich.
Kommentar von Michele
5 15. August 2008, 11:20 Uhr |
Sehr flach das Ganze! Die klassische Rolle der Frau wird in diesen Serien vermittelt. Heldinnen wie Claudia Joy Holden, die ihre Männer unterstützen, die dann patriotisch in den Krieg ziehen. Wenn das nicht bekannt vorkommt. Das ist doch voll das Klischee! Aber was können wir wirklich neben Army Wives von all den anderen Serien lernen oder verkommt langsam alles zur faden Soap Opera?